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Was bedeutet Würde am Lebensende?
Was bedeutet Würde am Lebensende? Für mich beginnt Würde damit, einen Menschen nicht auf seine Erkrankung zu reduzieren. Ein Mensch ist nicht nur Patient. Er ist weiterhin Mutter oder Vater. Partner oder Partnerin. Freund. Schwester. Bruder. Kollege. Großmutter. Großvater. Und vor allem: ein Mensch mit einer eigenen Geschichte. Die Krankheit darf nicht die ganze Geschichte werden Eine schwere Erkrankung kann vieles bestimmen. Den Tagesablauf. Die körperliche Kraft. Die Gesprä
Monika Popp
vor 12 Stunden2 Min. Lesezeit


Warum Erinnerungen für Angehörige so wertvoll werden können
Wenn ein geliebter Mensch schwer erkrankt, möchte man oft vor allem eines: Zeit gewinnen. Mehr gemeinsame Tage. Mehr Gespräche. Noch einen Urlaub. Noch einen Geburtstag. Noch einmal gemeinsam essen. Noch einmal lachen. Und gleichzeitig entsteht manchmal ein anderes Bedürfnis: Etwas bewahren zu wollen. Nicht nur Erinnerungen – sondern die Person dahinter Angehörige haben oft ihre eigenen Erinnerungen. Sie kennen bestimmte Geschichten. Sie kennen Lieblingssätze. Sie wissen, wel
Monika Popp
20. Okt.2 Min. Lesezeit


Es gibt Fragen, die man irgendwann nicht mehr stellen kann
„Das kann ich später noch fragen.“ Wie oft denken wir das? Wenn wir unsere Eltern besuchen. Wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen. Wenn Mama wieder eine Geschichte aus ihrer Kindheit erzählt. Wenn Papa von früher anfängt. Wir hören vielleicht nur halb zu. Denn wir kennen die Geschichten ja schon. Oder glauben zumindest, sie zu kennen. Und dann verändert sich etwas Eine schwere Erkrankung kann plötzlich deutlich machen: Dieses „später“ ist vielleicht nicht selbstverständlich. Und
Monika Popp
13. Okt.2 Min. Lesezeit


Worauf darf ein Mensch am Ende seines Lebens stolz sein?
Worauf darf ein Mensch am Ende seines Lebens stolz sein? Auf berufliche Erfolge? Auf ein eigenes Haus? Auf Auszeichnungen? Auf das, was er geschaffen hat? Natürlich. Aber vielleicht auch auf ganz andere Dinge. Darauf, ein Kind großgezogen zu haben. Vielleicht war das nie eine besondere „Leistung“ im klassischen Sinn. Aber ein Kind über Jahre zu begleiten, Verantwortung zu übernehmen, zu trösten, zu fördern und immer wieder da zu sein, ist eine Lebensleistung. Darauf, nach ein
Monika Popp
9. Okt.2 Min. Lesezeit


Eine Lebensgeschichte muss nicht perfekt sein
Wir erzählen über unser Leben oft so, wie wir glauben, dass es erzählt werden sollte. Die schönen Dinge zuerst. Die Erfolge. Die besonderen Momente. Das, worauf wir stolz sind. Und natürlich gehört all das in eine Lebensgeschichte. Aber eben nicht nur. Ein echtes Leben ist nicht perfekt Es besteht auch aus Umwegen. Aus Entscheidungen, die sich später als falsch herausgestellt haben. Aus Beziehungen, die gescheitert sind. Aus Verlusten. Aus Ängsten. Aus Zeiten, in denen man ni
Monika Popp
5. Okt.2 Min. Lesezeit


Was ich durch meine Arbeit mit Menschen in der letzten Lebensphase gelernt habe
Es gibt Arbeiten, die man am Ende des Tages abschließt. Und es gibt Arbeiten, die einen noch lange begleiten. Die Würdezentrierte Biografiearbeit gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Ich habe Menschen zugehört, die mir ihre Lebensgeschichten anvertraut haben. Und dabei immer wieder etwas gelernt. Ich habe gelernt, dass ein Mensch niemals nur seine Krankheit ist. Eine Diagnose kann plötzlich alles bestimmen. Aber sie erzählt nicht, wer jemand ist. Hinter einer schw
Monika Popp
28. Sept.2 Min. Lesezeit


Biografiearbeit am Lebensende ist keine Beschäftigungstherapie
Wenn ein Mensch schwer erkrankt, verändert sich sein Alltag. Plötzlich dreht sich vieles um Termine, Untersuchungen, Medikamente, Therapien und die Frage: Wie geht es weiter? Dabei kann etwas leicht in den Hintergrund geraten: Der Mensch selbst. Wer er ist. Was ihn geprägt hat. Was ihm wichtig ist. Was er erlebt hat. Und was er vielleicht noch sagen möchte. „Ich bin mehr als meine Krankheit.“ Das ist für mich einer der wichtigsten Gedanken hinter der Würdezentrierten Biografi
Monika Popp
21. Sept.2 Min. Lesezeit


Was können wir schwerkranken Eltern geben, wenn die gemeinsame Zeit begrenzt ist?
Wenn ein Elternteil schwer oder lebensverkürzend erkrankt, braucht eine Familie zunächst vor allem eines: gute Begleitung. Medizinische Versorgung. Entlastung. Beratung. Menschen, die zuhören. Menschen, die aushalten, was gerade schwer auszuhalten ist. Und trotzdem gibt es manchmal noch ein anderes Bedürfnis. Ein Bedürfnis, für das im Alltag einer schweren Erkrankung wenig Raum bleibt: Etwas von sich zurückzulassen. Was wird mein Kind später von mir wissen? Gerade Eltern klei
Monika Popp
14. Sept.2 Min. Lesezeit


Warum Erinnerungen allein manchmal nicht reichen
Ein Foto bewahrt einen Moment. Eine Geschichte bewahrt den Zusammenhang. Wir haben heute mehr Fotos als jede Generation vor uns. Kinder fotografieren. Familien fotografieren. Urlaube werden festgehalten. Geburtstage. Weihnachten. Alltägliche Momente. Und das ist wunderbar. Aber ein Foto beantwortet nur selten die Fragen, die später entstehen können. Ein Bild zeigt eine junge Frau am Meer. Aber nicht, was sie an diesem Ort so glücklich gemacht hat. Ein Foto zeigt einen Mann mi
Monika Popp
7. Sept.2 Min. Lesezeit


Ein Lebenslauf erzählt nicht alles
Ein Lebenslauf erzählt, was wir getan haben. Eine Lebensgeschichte erzählt, wer wir waren. In einem Lebenslauf stehen Jahreszahlen. Schule. Ausbildung. Beruf. Wohnorte. Vielleicht Familienstand und Kinder. Das alles ist wichtig. Aber es erzählt noch lange nicht, wer dieser Mensch war. Warum hat er diesen Beruf gewählt? Warum ist sie damals in eine andere Stadt gezogen? Wer war seine große Liebe? Was hat sie zum Lachen gebracht? Welche Entscheidung hat sein Leben verändert? Wa
Monika Popp
31. Aug.2 Min. Lesezeit


Zehn Fragen, die wir unseren Eltern noch stellen sollten
Es gibt Fragen, die wir uns oft erst stellen, wenn es zu spät ist. Solange unsere Eltern da sind, denken wir häufig: Das kann ich später noch fragen. Irgendwann. Wenn mehr Zeit ist. Wenn es ruhiger wird. Doch manchmal kommt dieser Zeitpunkt nicht. Besonders wenn ein Elternteil schwer erkrankt, bekommt der Gedanke eine neue Bedeutung. Plötzlich wird bewusst, dass es Dinge gibt, die man vielleicht noch gerne wissen würde. Nicht nur medizinische Informationen. Nicht nur Familien
Monika Popp
24. Aug.2 Min. Lesezeit


Was bleibt einem Kind von seiner Mutter?
Was bleibt, wenn die gemeinsame Zeit begrenzt ist? Wenn ein Elternteil schwer oder lebensverkürzend erkrankt, verändert sich das Leben einer Familie. Plötzlich bestimmen Arzttermine, Untersuchungen, Therapien und Sorgen den Alltag. Gleichzeitig versucht die Familie, so viel Normalität wie möglich aufrechtzuerhalten. Besonders schwierig ist die Situation für kleine Kinder. Sie spüren, dass etwas anders ist. Sie merken, dass Mama oder Papa weniger Kraft hat. Sie erleben Gespräc
Monika Popp
17. Aug.2 Min. Lesezeit


Warum ich diese Arbeit weiterführen möchte
Manche Arbeiten begleiten einen auch dann noch, wenn das Gespräch längst beendet ist. Die Würdezentrierte Biografiearbeit gehört für mich dazu. Ich habe erlebt, wie Menschen ihr Leben erzählen. Wie aus einer scheinbar kleinen Erinnerung plötzlich eine wichtige Geschichte wird. Wie Angehörige beim Lesen eines Dokuments einen Menschen noch einmal ganz anders kennenlernen. Und wie wertvoll es sein kann, die eigenen Worte später noch einmal in den Händen zu halten. Besonders wich
Monika Popp
10. Aug.2 Min. Lesezeit


Für wen schreibe ich eigentlich Lebensgeschichten?
Für wen schreibe ich eigentlich Lebensgeschichten? Die Antwort ist nicht ganz so einfach. Denn die Menschen, mit denen ich arbeite, sind unterschiedlich. Was sie verbindet, ist nicht ihr Alter. Nicht ihr Beruf. Nicht ihre Lebensgeschichte. Sondern der Wunsch, dass etwas von ihrem Leben gesehen, verstanden und vielleicht weitergegeben wird. Für Menschen in der letzten Lebensphase Manche Menschen spüren: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, zurückzublicken. Was hat mein Leben ausg
Monika Popp
3. Aug.2 Min. Lesezeit
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